Thursday, October 18, 2018

[PDF] Download Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart- Bd.7- Naturalismus- Fin de siecle- Expressionismus 1890-1918 Kostenlos

[PDF] Download Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart- Bd.7- Naturalismus- Fin de siecle- Expressionismus 1890-1918 Kostenlos [PDF] Download Hansers Sozialgeschichte der deutschen Literatur vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart- Bd.7- Naturalismus- Fin de siecle- Expressionismus 1890-1918 Kostenlos "Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Die Konzeption des Bandes Naturalismus; Fin de siÁ¨cle; Expressionismus (1890-1918) berücksichtigt die aktuellen Debatten über eine kulturwissenschaftliche und sozialgeschichtliche Orientierung der Disziplin1 und sucht die ausgrenzende Antithetik -zwischen interner und externer Literaturbetrachtung-2 beim Blick auf die frühe Moderne zu überwinden. Neben den Werkanalysen werden die Selektions- und Transformationsschritte im literarischen Kommunikationssystem sowie die Korrelation zwischen Autor; und Wirksamkeit von ásthetisch und medienökonomisch definierten Standpunkten fokussiert. Ausgehend von einem Kulturbegriff; der die medial vermittelte; symbolisch verschlüsselte Interpretation und Thematisierung von Wirklichkeit in das Zentrum rückt; erhellt der Band die Eigendynamik; Vermittlung; symbolische Á–konomie3 und den Institutionalisierungsgrad epochentypischer; literaturgebundener Leitideen. Im Bewußtsein; daß die Favorisierung eines vermeintlich allgemeingültigen Zugangs mit inakzeptablen Simplifizierungen verbunden ist; führen die Beitráge eine auf die jeweilige Themenstellung bezogene historisch orientierte Vorgehensweise vor. Dieses Pládoyer für eine Verschiedenartigkeit des Zugriffs erweist sich nicht nur in Hinsicht auf die enorme Themenvielfalt der zu analysierenden Literatur; sondern auch angesichts der völlig unterschiedlich akzentuierten theoretischen und ásthetischen Grundsatzdebatten der Zeit als sinnvoll. Die Gliederung des Bandes basiert auf einer Epochengliederung; ohne die temporáre Parallelitát verschiedener ásthetischer Konzeptionen und intellektueller Generationen zu negieren. Gleichfalls wird der Verschiedenartigkeit territorialer Entwicklungen und lokaler Zentren (Deutsches Reich; Á–sterreich; Schweiz; Berlin; Wien; München; Leipzig; Dresden; Prag) Rechnung getragen. Neben den durch ihre vielschichtige Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte hochgewerteten und kanonisierten Werken widmet sich der Band im Sinne eines erweiterten Literaturbegriffs auch jenen Texten und Autoren; die heute nicht mehr unbedingt geláufig sind; die aber; wie etwa die Heimatliteratur; die literarische Praxis nachweisbar intensiv beeinflußt haben. Dabei bleibt jedoch die literarhistorische Relevanz ein wichtiger Maßstab; die Fokussierung auf das ephemere Schrifttum der zahllosen als Zeitschriftenbeitrá- ger; Herausgeber; Feuilletonschreiber oder Romanautoren tátigen poetae minores der Zeit wird einer auf den -Gesamtzusammenhang-4 ausgerichteten Literaturgeschichte nicht gerecht. Auf einen wie auch immer definierten Anspruch auf Vollstándigkeit wird deshalb ungeachtet einer quellenorientierten Vorgehensweise verzichtet. So uneinlösbar wie die Forderung nach Vollstándigkeit ist der Anspruch auf eine gleichrangige Behandlung aller literarásthetischen Strömungen oder epochen- und stilgeschichtlichen Phánomene. [...] Da jeder literarische Text ungeachtet einer relativen Autonomie der ásthetischen Kommunikation im Sinne einer Á–konomie symbolischer Formen auf die Gegebenheiten der kulturellen Á–ffentlichkeit und des Marktes bezogen ist; steht die Untersuchung der zeittypischen Bedingungen und Veránderungen künstlerischer Produktion; Distribution und Rezeption keineswegs im Hintergrund. Die Rolle epochemachender Verleger (S.Fischer; E.Diederichs; K. Wolff; P. Reclam) wird ebenso beleuchtet wie die Bedeutung von Anthologien und des periodischen Schrifttums; der Zensur; der technischen Medien oder der sogenannten Caféhausliteratur. In diesem Zusammenhang erweist es sich als unumgánglich; den Kanon des Ìberlieferten mit einer Literaturgeschichte des faktisch Gelesenen zu ergánzen. Die Bezugnahme auf die in den gángigen Literaturgeschichten marginal berücksichtigte Unterhaltungs- und Heimatliteratur ist unter diesen Vorzeichen zu sehen. Im Gegen-satz zu anderen Literaturgeschichten rekurriert der Band nicht auf eine simplifizierende Polarisierung der Kategorien progressiv; sozialkritisch; subjektivistisch und ásthetizistisch; sondern ist bemüht; der zeittypischen Pluralitát Rechnung zu tragen und neben Dichotomien auch das Ineinandergreifen von Gegensátzlichem darzustellen. Thematisch Vergleichbares (Geschlechterdifferenz; Generationskonflikte; Kindheit; Phantastik u.a.) wird deshalb mehrfach aufgegriffen; um epochentypische Ambivalenzen und Entwicklungen augenfálliger zu umreißen. Es ist selbstverstándlich; daß sich die unkritische Adaption von Deutungsmustern und Stereotypen verbot; die noch immer als akzeptable literarhistorische Orientierungsgrößen angesehen werden; aber monokausal Widerstándiges ausblenden; um die vermeintliche Plausibilitát des auf Kosten der Quellen entworfenen Erklárungsmodells nicht zu gefáhrden. York-Gothart Mix"

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